Kurzbeschreibung
Mit Rigi Plus wird ein Entwicklungsprogramm für die Region Rigi initiiert und mit konkreten Massnahmen umgesetzt, durch das die Region langfristig zu einer Modellregion für eine integrative und kooperative Regionalentwicklung werden soll.
Im Mittelpunkt steht dabei die nachhaltige Inwertsetzung der "Einzigartigkeit" der Rigi. Dadurch sollen Wachstumsimpulse für die (wirtschaftliche) Entwicklung der neun Gemeinden der Region Rigi erreicht werden. Modellhaft wird hier aufgezeigt werden, wie diese Entwicklung nachhaltig gestaltet werden kann und die wirtschaftliche Entwicklung nicht zu Lasten der ökologischen und gesellschaftlichen Nachhaltigkeit führt.
Rigi Plus wird versuchen, die zahlreichen Einzelprojekte und Massnahmen, die derzeit in der Region geplant bzw. bereits umgesetzt werden, integrativ miteinander zu vernetzten sowie weitere notwendige Projekte und Massnahmen zu initiieren und bei der Umsetzung zu unterstützen. Rigi Plus wird damit das Dach darstellen, an dem sich die einzelnen Projekte aller Akteure auf der Rigi orientieren, d.h. die Gemeinden, die Kantone, die Korporationen, die Bewohner und natürlich auch die Unternehmen.
Hintergründe
Die Rigi ist eine besondere Marke mit vielen Besonderheiten. Es ist die Königin der Berge mit der ersten Zahnradbahn Europas und besonderen Gäste, u.a. Mark Twain. Und mit einem atemberaubenden Rundblick auf 13 Seen und viele Kantone. Es ist aber auch ein Berg mit hoher biologischer Vielfalt – mit 900 Blütenpflanzen, 36 Orchideenarten, 300 Flechten, 100 Moose und über 1000 Insekten. Der Südhang ist eine alte, naturnahe Kultur- und Berglandschaft und entsprechend im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Es gibt u.a. Feigen, Edelkastanien, Weintrauben und Palmen.
Es ist aber auch ein Berg mit vielen Enttäuschungen und ungenützten Potentialen. Touristisch ist vor allem die Südseite bewirtschaftet. Die verschiedenen Kantons- und Gemeindegrenzen verhinderten bisher ein Netzwerk und eine optimale Zusammenarbeit. Man lebt, denkt, handelt und plant in territorialen Räumen statt in funktionalen Einheiten. Dazu kommt, dass es im eigentlichen Zentrum Rigi Kaltbad in den letzten zehn Jahren viele Enttäuschungen gab. Nach vielen Jahren der Unsicherheit gibt es nun berechtigte Hoffnungen, dass es einen Aufbruch geben kann. Die Rigi-Bahnen erstellt eine neue Station, die Crédit Suisse baut mit Architekt Mario Botta ein Wellnessbad (Giardino minerale) und ein Investor erwirbt die Hostellerie und will sie sanft sanieren.
Ziele
Mit Rigi Plus wird versucht, modellhaft eine neue Qualität eines regionalen Entwicklungsprogramms zu erreichen. Dazu sollen vier parallel stattfindende Prozesse durchgeführt werden:
- Eine Vision und ein Leitbild entwickeln
- Konkrete Massnahmen auslösen und Projektträger begleiten
- Die Menschen (Akteure) sensibilisieren und Inhalte kommunizieren
- Die notwendigen Ressourcen und Kapazitäten bereitstellen (Prozessmanagement)
Das
Leitbild ist für die Zukunft „Richtschnur“ für die Aktivitäten, die Handlungsgrundsätze und Schutz der Werte der Rigi.
Rigi Plus ist explizit als ein klar zeitlich begrenzter Entwicklungsprozess zu verstehen. In einem Zeitrahmen von 3 Jahren sollen hier konkrete Ergebnisse vorliegen und soll ein Prozess initiiert worden sein, der ohne die entsprechende (öffentliche) Förderung selbstständig weiter getragen wird. Von zentraler Bedeutung ist, dass am Ende eine „neue“ Vision darüber besteht, wohin es mit der Rigi gehen kann/soll/muss. Dass diese Vision verbindlich ist für alle Gemeinden der Region, sie auf eine breite Akzeptanz bei der regionalen Bevölkerung stösst und dass sie auch (potenzielle) Investoren motiviert und für die Region Rigi "begeistert". Die Vision muss aber klar auch die Leitplanken und damit die Grenzen definieren, in denen die zukünftige Entwicklung der Region Rigi verlaufen darf.
















